W.U.T konkret
Positionen & Visionen
AKTIVE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG UND EINE EFFIZIENTE VERWALTUNG
Ohne eine gesunde Wirtschaft hat die Stadt schlicht keine Finanzmittel, die Stadt sozial, kulturell und in ihrer Infrastruktur weiter zu entwickeln.
- Tübingen braucht gesunde Betriebe, die für den Strukturwandel gerüstet sind: Deshalb ist eine aktive Wirtschaftsförderung notwendig. Tübingen ist für Unternehmen in innovativen Wachstumsbranchen eigentlich ein attraktiver Standort. Voraussetzung ist aber: Die Stadt muss mit zügigen Genehmigungen und aktiver Begleitung der potentiellen Ansiedlung von Firmen helfen. Bereits ansässige Tübinger Unternehmen, die größer werden oder aus dem Innenbereich heraus wollen, müssen in Tübingen gehalten werden. Wir brauchen für sie und für neue Unternehmen Gewerbeflächen.
- Eine professionell arbeitsfähige Wirtschaftsförderung ist Voraussetzung erfolgreicher Wirtschaftspolitik. Wird sie gerade ziemlich leise und im Verborgenen "eingestampft"? Wir werden dafür sorgen, dass Tübingen sich nicht kurzsichtig selbst "ins Knie schießt". Sparen ist oft gut, am falschen Platz ist es sehr teuer.
- Zusammenarbeit mit der Universität. Die Potentiale der Universität müssen durch eine intensive Zusammenarbeit besser für die Stadt genutzt werden: Wir halten die Existenzgründungen aus der Universität heraus, kulturelle Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte, zum Beispiel "Weiterbildungsstadt Tübingen" für sehr wichtig. Wir haken nach.
- Regionale Zusammenarbeit: Die Gründung eines Technologiezentrums Reutlingen/Tübingen zusammen mit Universität, Klinikum und Fachhochschule war ein erster Schritt zu einer die Stadtgrenzen überschreitenden Zusammenarbeit. Sie muss ausgearbeitet werden und darf nicht in den Schubladen verschwinden. Wir haken auch da nach.
Denken wir doch insgesamt über den Tellerrand das Lokalpatriotismus hinaus: Viele erschrecken sich, z.B. eine große gemeinsame Kultur- und Stadthalle zwischen Tübingen und Reutlingen (z.B. auf den Härten) auch nur zu erwägen. Ob es eine gute Idee ist, entscheiden die Bürger. Aber solche mutige Zusammenarbeit würde Geld für die vielen wichtigen Projekte sparen, denn kommunales Geld wird hier bald viel knapper. - Professionelles Stadtmarketing: Die Universitätsstadt Tübingen braucht ein professionelles, von Gastronomie, Handel, Kultur und Verwaltung getragenes Stadtmarketing, das die Aktivitäten aller Beteiligten koordiniert, regional und überregional darstellt. Was der Verkehrsverein mit dem wenigen Geld schafft, ist mehr als Anerkennung wert. Dass es lächerliche Mittel für eine Stadt wie Tübingen sind, werden wir genauso deutlich sagen.
Damit Tübingen sein enormes Potential als internationale Touristenattraktion und als Tagungsstandort entfalten kann, brauchen wir zuerst ein entsprechendes Tagungshotel in der Stadt. Das fehlt seit Jahren und das wissen alle. Dennoch: Mögliche Standorte und Konzepte tauchten auf und verschwanden immer wieder in der Versenkung. Wir wollen, dass es in dieser Gemeinderatsperiode gebaut wird. - DAS ALLES FUNKTIONIERT NUR mit einer bürgernahen und effizienten Verwaltung: Wirtschaftsförderung betrifft auch den einzelnen Mitbürger, den Hausbesitzer, den Inhaber eines kleiner Ladens oder einer Gaststätte: Vor der Renovierung, der energetischen Sanierung von Häusern, bei Geschäftserweiterungen, selbst bei Kleinigkeiten wie ein neuen Schild für den Laden: Vor jeder Investition braucht der Bürger erst mal eine Genehmigung. Viel zu oft fühlt er sich dabei als Bittsteller ohne die geringste Ahnung, wann er dran kommt oder ob er gar noch "vor der falschen Tür wartet". Das ist in Tübingen nicht überall so. Viele Behördenteile sind richtig gut. Dort arbeiten städtische Mitarbeiter und Vorgesetzte, die den Servicegedanken ernst nehmen. In anderen, namentlich dem Baubereich (seit kurzem "Service Center Bauen"), wird Stadtentwicklung zwar gepredigt, dann aber durch die Bearbeitungspraxis sehr effektiv verhindert. Wir geben erst Ruhe, wenn die maximalen Bearbeitungszeiten für Genehmigungen verlässlich begrenzt sind und vom Bürger eingefordert werden können. Der Bürger will sich bei seiner Verwaltung in Tübingen überall zügig und wohlwollend betreut fühlen. Das darf er wollen: Es ist "unsere" Verwaltung.
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