W.U.T konkret
Positionen & Visionen
BUNTE KULTURPOLITIK
Tübingen wird um sein vielseitiges kulturelles Leben beneidet. Das wurde über Jahrzehnte von Künstlern und Bürgern aufgebaut. Es ist ein zerbrechliches Gut, das durch wenige Fehlentscheidungen sehr viel schneller in sich zusammenfallen kann als es aufgebaut wurde. Unsere kommunale Kulturpolitik setzt zunächst auf die aktive Förderung kultureller Eigeninitiative und wo nötig und sinnvoll deren Koordinierung. Die eigenen städtischen Kultureinrichtungen sind attraktiv. Sie müssen es bleiben. Das erfordert Investitionen ebenso wie ein wirtschaftlich Handeln in diesen Einrichtungen.
Drei Beispiele aktuell akuter Fragen im Gemeinderat:
- Tübingen hat eine international renommierte Musikschule, die in unserer Stadt gewürdigt und finanziell gesichert werden muss.
- Der Zugang zu kreativer Freizeitgestaltung und künstlerischer Bildung muss Kindern aller sozialen Schichten möglich sein: Die kreativen Freiräume bilden junge Menschen. Solche selbst gestaltete Freiräume verkümmern in unseren lehrplandominierten Schulen und durch die industriell vorgefertigten Freizeitangebote (Internet, TV, Games, Shopping). Freiwillige und Künstler schaffen in ihrer eigenen Freizeit Alternativen dazu und brauchen finanzielle Unterstützung, um Jugendlichen diese anderen Lebenswelten eröffnen zu können.
- Schwerpunkt Stadtbücherei: Die Stadtbücherei darf nicht zum Spielball stadtplanerischer Aktivitäten werden, sondern muss in ihrer Funktion an ihrem heutigen Standort zentral in der Altstadt erhalten werden. Die Ansiedlung einer größeren Handelsfläche am heutigen Standort und ein problemloser Zugang zur Bücherei auch für alte oder behinderte Menschen müssen sich verbinden lassen. Die entstehende neue Stadtbücherei darf keine Alibi-Veranstaltung werden. Sie muss vom Angebot her sogar eher noch erweitert werden (Neue Medien, Leseecken etc).
- LTT und Zimmertheater müssen finanziell abgesichert sein.
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